Absint entstand Ende des 18. Jahrhunderts in der Schweiz. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er als alkoholisches Getränk besonders bei Pariser Künstlern und Schriftstellern richtig beliebt.
Die Geschichte vom Absint, der "grünen Fee".
Absint ist historisch als destilliertes, hochprozentiges Getränk beschrieben und war im 19. Jahrhundert in Frankreich weit verbreitet. Es handelt sich um einen Spirituose mit Anisduft, der aus botanischen Pflanzen wie den Blüten und Blättern des Wermutkrauts sowie grünem Anis, Fenchel und weiteren medizinischen und kulinarischen Kräutern stammt.
Traditionell hat Absint eine natürliche grüne Farbe und wird in historischen Texten oft als la fée verte, die "grüne Fee", bezeichnet.
Wer trinkt eigentlich Absint?
Bekannte Absint-Liebhaber waren unter anderem Ernest Hemingway, James Joyce, Arthur Rimbaud, Pablo Picasso, Vincent Van Gogh, Oscar Wilde, Marcel Proust und Edgar Allan Poe.
Herstellung und Produktion
Absint kann mit Zucker verfeinert werden. Ursprünglich rührte man einfach Zucker oder sirup de gomme in den Absint, nachdem Wasser hinzugefügt wurde. In den 1880er-Jahren kam eine neue Methode auf: Man benutzte einen speziellen Absint-Löffel – ein flacher Löffel mit Löchern, der über das Glas gelegt wurde. Auf den Löffel legte man ein Stück Zucker und goss langsam kaltes Wasser darüber, das den Zucker auflöste und tropfenweise in das Getränk fallen ließ. Später entstanden kleine Fontänen mit Tropfern, die das Wasser über den Zucker träufeln ließen. Heutzutage wird Absint meistens ohne Zucker genossen, da die natürliche Süße von Anis und Fenchel ausreicht. Wichtig ist aber die langsame, tropfenweise Zugabe von kaltem Wasser, damit sich die Aromen voll entfalten können.