Österreich stand als Weinland lange im Schatten des großen deutschen Bruders. Trotzdem ist das Land heute eine stolze und international anerkannte Wein-Nation, die erstklassige Weine von hoher Qualität liefert.
Historie
Weinhistorisch öffnet Österreich ein langes und stolzes Kapitel, das weit zurückreicht. Archäologische Funde zeigen, dass hier seit etwa 4.000 Jahren Weintrauben wachsen, und die Weinberge blühten unter dem Römischen Reich kräftig auf. Das erste offizielle Weingut datiert aus dem Jahr 1208, während im 14. Jahrhundert Wien zum Zentrum des Weinhandels entlang der Donau wurde.
Viele Jahrhunderte lang war Wein nicht nur Genussmittel, sondern auch Heilmittel – deshalb wurde er sehr geschätzt.
Im 16. und 17. Jahrhundert schrumpften wegen großer Rezession und politischer Instabilität die Weinberge und der Weinbau stark, was unter anderem zu Landflucht führte.
Als Kaiserin Maria Theresia und Josef II. im 18. Jahrhundert an die Macht kamen, erlebte Österreich eine wirtschaftliche Erholung, unter anderem mit Gesetzen, die den Verkauf hausgemachter Weine und Lebensmittel legalisierten. Richtig Schwung nahm die Entwicklung aber erst im 19. Jahrhundert, als viele neue und alte Versuchsanlagen mit bekannten und neuen Rebsorten bepflanzt wurden.
Bis 1985 war Österreich ein großer Weinexporteur und schickte jährlich bis zu 50 Millionen Flaschen ins Ausland. Dann kam der Kühlmittel-Skandal ans Licht: Einige Winzer hatten das illegale, aber ungefährliche Diethylenglykol beigemischt, um den Weinen mehr Fülle zu verleihen.
Dieser Skandal führte zu einem der strengsten Weingesetze der Welt – und das zahlt sich heute aus: Die Qualität der österreichischen Weine ist extrem hoch.
Später hat sich Österreich als Lieferant zahlreicher mineralischer, trockener Weißweine und hochwertiger Dessertweine einen Namen gemacht – für viele zählen sie zu den besten der Welt.
Produktion
Die österreichische Weinproduktion erlitt 1985 durch den Glykolskandal einen Rückschlag, als Winzer Glykol zur Süßung