Primitivo di Manduria ist eine sehr wichtige Rotwein-DOC in der Region Puglia im Süden Italiens. Manduria liegt zwischen Taranto und Lecce mitten auf dem Absatz Italiens.
Ein guter Schluck Rotwein
Primitivo ist eine recht traditionelle Rebsorte in diesem Teil Italiens. Manduria ist das spirituelle Zuhause des Primitivo, auch wenn die Sorte ursprünglich aus Kroatien stammt.
Primitivo erinnert an die Tempranillo-Traube, da sie früh reift. Wichtig zu wissen: Der Name Primitivo bedeutet nicht primitiv. Die Trauben haben eine dunkle Schale und erzeugen tintenfarbene, säurebetonte Weine mit intensivem Geschmack und Farbe. Eine gewisse Bitterkeit und markante Tannine sind bei Primitivo ebenfalls typisch.
Das Anbaugebiet erstreckt sich östlich von Taranto entlang der Bucht von Taranto etwa 40 km. Die nördliche Grenze markiert das Dorf Francavilla Fontana. Das Terroir hier ist typisch für Südpuglia: warm, trocken und mit einer ungewöhnlichen Küstenlandschaft, die hauptsächlich aus sanft zum Meer abfallenden Ebenen besteht.
Die Trauben in Manduria
Die Weinberge sind sehr alt und teilen sich das Land mit unzähligen Olivenhainen. Puglia ist bekannt als eine sehr produktive Quelle für Olivenöl und Wein. In diesem Gebiet wird fast die Hälfte der jährlichen italienischen Olivenölproduktion erzeugt.
Die Region beginnt, ihr altes Image abzuschütteln. Früher galt Manduria nur als Lieferant für Trauben in Cuvées, da die lokalen Weine oft nach Backofen schmeckten. Heute sieht das glücklicherweise anders aus. Die Tiefe und Komplexität des Primitivo aus Manduria zieht international viel Aufmerksamkeit auf sich.
Die Bezeichnung Primitivo di Manduria wurde 1974 eingeführt, zeitgleich mit Moscato di Trani und Rosso di Cerignola. Primitivo di Manduria gehört somit zu den ältesten der rund 15 DOCs auf dem Absatz Italiens.
2010 schrieb eine natürlich süße Version des Weins Geschichte: Primitivo di Manduria Dolce Naturale wurde Puglias erste DOCG