Mendoza ist die größte Weinregion Argentiniens. Sie liegt auf einem hochgelegenen Plateau am Rand der Anden und ist für über 70 % der jährlichen Weinproduktion des Landes verantwortlich. Hier wird die französische Rebsorte Malbec großflächig angebaut und bringt eine fantastische Konzentration und Intensität mit.
Mendoza ist die größte Weinregion Argentiniens. Sie liegt auf einem hochgelegenen Plateau am Rand der Anden und ist für über 70 % der jährlichen Weinproduktion des Landes verantwortlich. Hier wird die französische Rebsorte Malbec großflächig angebaut und bringt eine fantastische Konzentration und Intensität mit.
Die größte Weinregion
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert erlebte Mendoza einen riesigen und beispiellosen Produktionsschub, der die Region zur fünftgrößten Weinbauregion der Welt und zur größten in Lateinamerika machte. 1885 endete der lange und teure Transport von Wein mit Pferdekutschen, als die Mendoza-Bahn eröffnet wurde. Damit wurde der Weintransport deutlich einfacher, was zu einer großen Ausweitung der Weinberge in Mendoza führte.
Zur gleichen Zeit gab es eine massive Einwanderung aus Südeuropa, die die Nachfrage nach Wein steigerte. Viele flohen aus ihren eigenen Weinregionen in Spanien und Frankreich, weil ihre Bestände von der gefürchteten Reblaus Phylloxera befallen wurden. Diese Einwanderer brachten ihr Wissen und ihre Erfahrung aus Südeuropa mit und halfen, die eher traditionelle argentinische Weinindustrie weiterzuentwickeln.
1830 umfasste Mendoza gerade mal 1.000 Hektar, wuchs aber bis 1910 auf 45.000 Hektar und überholte Chile, das im 19. Jahrhundert größere Anbauflächen und eine modernere Weinindustrie hatte. 1910 waren etwa 80 % der argentinischen Weinberge mit französischen Rebsorten bepflanzt, hauptsächlich Malbec.
Klima und Terroir
Hoch oben auf einem Plateau erstrecken sich die Weinberge von Mendoza entlang der Anden. In dieser Höhe zwischen 800 und 1.200 Metern über dem Meeresspiegel wird das heiße, trockene Klima der Region gemildert. Heiße, sonnige Tage wechseln sich mit kühlen Nächten ab, die vom Wind aus den Anden verursacht werden. Diese Abkühlung verlangsamt die Reifung und verlängert die Vegetationsperiode, was entscheidend ist, um einen hohen Säuregehalt im Wein zu bewahren. Die Weine schmecken angenehm mit reichem und vollmundigem Geschmack.