Saint-Julien ist eine äußerst wichtige Rotwein-Appellation im Haut-Médoc-Gebiet der Weinregion Bordeaux im Südwesten Frankreichs. Die Appellation ist sehr beliebt für ihre eleganten und gut lagerfähigen Weine.
Eine oft übersehene Appellation
Saint-Julien wird oft übersehen, da sie genau zwischen den beiden sehr bekannten Appellationen Pauillac und Margaux liegt, die beide Weine mit „Premier Cru“ (der höchsten Qualitätsstufe) hervorbringen. Saint-Julien kann jedoch auch mit insgesamt 11 klassifizierten Anbaugebieten punkten, darunter 5 Weine mit „Second Cru“ (der zweithöchsten Stufe).
Fast die gesamte Fläche der Gemeinde Saint-Julien ist mit Weinbergen bedeckt. Die Weingüter, die über diese vielen Weinberge verfügen, lassen sich in zwei Gruppen einteilen: jene rund um die Stadt Beychevelle und jene um Saint-Julien-Beychevelle. Diese beiden Orte liegen nur 2 km auseinander.
Wein aus Saint-Julien muss aus Trauben hergestellt werden, die im Gebiet oder in sehr spezifischen Teilen der Gemeinden Cussac und Saint-Laurent angebaut werden. In der Region sind nur Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Carmenére, Petit Verdot und Malbec erlaubt. Die Stockdichte darf 6500 Rebstöcke pro Hektar nicht überschreiten.
Klima und Terroir
Das Klima in Saint-Julien wird vom Atlantik und den zahlreichen Flüssen in der Gegend gemildert. Im Südwesten schützen große Wälder die Weinberge vor den salzhaltigen Winden des Atlantiks. Das Gebiet liegt auf 45°N, genau in der Mitte zwischen Äquator und Nordpol. Die Sommertemperaturen erreichen oft etwa 25°C und selten über 30°C. Die Wintertemperaturen können unter den Gefrierpunkt fallen, was aber selten vorkommt.
Die langen, relativ warmen Sommer bieten ideale Reifebedingungen für spät reifende Trauben. Die kühlen Winde vom Atlantik ermöglichen es den Trauben, sich nach einem langen, sonnigen Sommertag abzukühlen. Das trägt dazu bei, die Säure zu bewahren und den Trauben eine angenehme Süße zu verleihen.
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