Die internationale Weinszene wird von den größten Weinländern dominiert, vor allem Frankreich, Italien, Spanien und den USA. Dabei geraten kleinere, weniger beachtete Weinländer mit großem Potenzial oft in den Schatten – Ungarn steht hier ganz oben auf der Liste.
Die internationale Weinszene wird von den größten Weinländern dominiert, vor allem Frankreich, Italien, Spanien und den USA. Dabei geraten kleinere, weniger beachtete Weinländer mit großem Potenzial oft in den Schatten – Ungarn steht hier ganz oben auf der Liste.
Ungarns Geschichte mit Weinproduktion
Ungarn kann auf eine lange und stolze Weingeschichte zurückblicken, die bis in die Kaiserzeit reicht, als ungarische Weine bei Königen sehr beliebt waren.
Die Weinproduktion erlitt jedoch einen heftigen Rückschlag, als in der kommunistischen Sowjetzeit Qualität zugunsten von Quantität zurückgestellt wurde. Trotzdem feiert der ungarische Qualitätswein seit 1989-1990 ein echtes Comeback, und Ungarn bietet heute alles von großen Weinklassikern bis zu einer Vielzahl lokaler Spezialitäten – darunter vor allem der beliebte Dessertwein Tokay, der auf über 200 Jahre Produktion zurückblickt.
Gebiete und Orte
Die Anbaufläche umfasst etwa 130.000 Hektar, was ein großes Potenzial schafft. Neben klassischen internationalen Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Chardonnay ist Ungarn weltbekannt für seine einheimischen Sorten wie Mezefehér, Furmint, Kékfrankos, Hárslevelü, Kardarka, Ezerjó und Léanyka. Die lokalen Weine zeichnen sich geschmacklich durch relativ vollmundige, würzige und trockene Noten aus. Ungarn bietet heute viele Spitzenweine von höchster Qualität – das Ergebnis jahrelanger Verbesserung und Verfeinerung.